Wohnraum Straettligen


2012 eröffnete Schloss Spiez die neue Dauerausstellung zu den Freiherren von Strättligen. Die von Strättligen erwarben im 13. Jahrhundert Burg und Herrschaft Spiez, mussten diese jedoch 1338 aus wirtschaftlicher Not an Johann von Bubenberg verkaufen.

 

Heinrich III. von Strättligen (zwischen 1258 und 1294 belegt) war der erste urkundlich erwähnte «dominus de Spiez». Die Manessische Liederhandschrift überliefert von ihm oder seinem Vater, Heinrich II. (zwischen 1250 und 1263 belegt), drei Minnelieder und ein Bild.

 

Die Strättligen liessen in Spiez einen Turm aus Stein erbauen. In dessen Wohngeschoss finden sich aussergewöhnliche Ritzzeichnungen aus der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert mit Szenen aus dem ritterlichen Turnierwesen.

 

Die Ausstellung vermittelt einen Einblick in Alltag und Leben auf der mittelalterlichen Burg Spiez, führt ins Rittertum und Turnierwesen ein, offeriert Hörproben zu Minnesang und mittelalterlicher Musik und eröffnet die Bilderwelt aus der sogenannten Manessischen Liederhandschrift.